Wallfahrt nach Fátima - Tage des Gebets und der Begegnung

15.06.26, 20:35
M. M.-T.

Gelungener Auftakt unserer Pilgerreise nach Fátima

2026-06 Fatima Heiliger Bezirk

Nachdem unsere Pilgergruppe unter Leitung von Pastor Hans-Josef Lahr mit 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut und pünktlich in Lissabon angekommen war, ging es nach der 1,5-stündigen Fahrt zu unserer Unterkunft in einem Schwesternhaus im Wallfahrtsort Fátima direkt zu einem späten Mittagessen. Am Nachmittag bestand die Möglichkeit, Fátima auf eigene Faust zu erkunden, erste Eindrücke zu sammeln und die besondere Atmosphäre des Heiligtums auf sich wirken zu lassen.

2026-06 Fatima_Hauskapelle

Um 19 Uhr feierten wir in der Hauskapelle gemeinsam mit unserem Pastor Lahr die Heilige Messe. In seiner Predigt gab er uns einen wichtigen Gedanken mit auf den Weg: „Wir sind nicht als Touristen hier, sondern als Pilger. Deshalb fragen wir nicht, was wir alles sehen werden, sondern was Gott uns zeigen will.“ Diese Worte machten uns nochmal deutlich, worum es auf unserer Reise ging: offen zu sein für Begegnungen, Erfahrungen und die geistlichen Impulse dieses besonderen Ortes.

2026-06 Fatima Lichterprozession

Im Anschluss an die Messe trafen wir uns um 20 Uhr zum gemeinsamen Abendessen. Danach zog es viele von uns auf den großen Platz vor dem Heiligtum. Dort wurde, wie jeden Tag, um 21.30 Uhr der Rosenkranz gebetet, bevor die eindrucksvolle Lichterprozession begann. Die vielen Kerzen, die Gebete und die besondere Stimmung hinterließen bei allen einen tiefen Eindruck. So ging ein schöner und bewegender erster Tag in Fátima zu Ende, der uns voller Vorfreude auf die kommenden Tage unserer Pilgerreise blicken ließ.

Große Messe am Nationalfeiertag mit den Kindern Portugals

2026-06 Fatima Messe Nationalfeiertag

Am 2. Tag unserer Pilgerreise fand um 11 Uhr auf dem riesigen Platz im Heiligen Bezirk Fátimas, der mit 152.000 m² doppelt so groß ist wie der Petersplatz in Rom, eine Heilige Messe mit den Kindern Portugals statt. Schon lange vor Beginn füllte sich das riesige Areal. Geschätzt war der Platz, der über 200.000 Menschen fasst, gut halb voll. Es war ein unbeschreibliches Gefühl und Erlebnis, besonders für diejenigen, die eine Messe in diesen Dimensionen noch nie erlebt haben, mit so vielen Gläubigen, darunter auch unglaublich viele jungen Menschen, die heilige Messe zu feiern.

Am Nachmittag bestand die Möglichkeit, das Museum des Heiligtums von Fátima zu besuchen. Die dort ausgestellten Stücke sind zumeist ehemalige Spenden: Gegenstände, die der Muttergottes von Fátima entweder von anonymen Pilgern oder von Päpsten und Bischöfen geschenkt wurden. Die gesamte Sammlung des Museums besteht aus Opfergaben, die die tiefe Liebe zur Jungfrau Maria symbolisieren. Nach einer Zeit zur freien Verfügung feierten wir vor dem Abendessen eine Marienandacht in der Hauskapelle.

3. Tag Lissabon

2026-06 Fatima Lissabon

Den dritten Tag in Fátima begannen wir um 7 Uhr mit einer Heiligen Messe in der Hauskapelle, bevor es dann um 9 Uhr mit dem Bus nach Lissabon ging, das bereits für das Stadtfest zu Ehren des Schutzpatrons, des Hl. Antonius, bunt geschmückt war. Zuerst besuchten wir gemeinsam die beeindruckende Kathedrale von Lissabon, Igreja de Santa Maria Maior, und die direkt daneben gelegene Barockkirche Igreja de Santo António. Im Anschluss konnte Lissabon noch auf eigene Faust erkundet werden, bevor es zurück nach Fátima ging.

4. Tag Nazaré

2026-06 Fatima Kloster Santa Maria da Vitória

Der Tag begann wieder mit der Möglichkeit, vor dem Frühstück um 7 Uhr die heilige Messe mit Pastor Lahr zu besuchen. Nach dem Frühstück war der Vormittag zur freien Verfügung, bevor wir nach dem Mittagessen mit dem Reisebus Richtung Meer fuhren. Auf dem Weg dorthin machten wir Halt an dem beeindruckenden Dominikanerkloster Santa Maria da Vitória in Batalha. Leider war die Zeit viel zu knapp, um der Schönheit und Bedeutung dieses beeindruckenden Bauwerk gerecht zu werden.

2026-06 Fatima Nazare

Bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad fuhren wir weiter zu unserem Ziel Nazaré, wo wir Sonne, Strand und Meer genießen konnten. Dank einer leichten Meeresbrise ließ sich die Hitze gut ertragen. In dem kleinen Urlaubsort war Gelegenheit für ein erfrischendes Bad im Meer, einem Spaziergang über die idyllische Strandpromenade und/oder einem Besuch in einer der zahlreichen Bars und Restaurant, um bei einem kühlen Getränk oder einem leckeren Imbiss die vielen Eindrücke der letzten Tage Revue passieren zu lassen.

Letzter Tag: Heilige Messe anlässlich der Marienerscheinungen und Kreuzweg

2026-06 Fatima Messe 13. Juni

Am letzten Tag unserer Wallfahrt besuchten wir am Vormittag die Heilige Messe auf dem riesigen Platz zwischen der Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz und der Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit anlässlich der Marienerscheinung am 13. Juni 1917, die von fünf Bischöfen und einer großen Zahl von Priestern, darunter auch unser Pastor Lahr, gefeiert wurde. Eine perfekte Organisation gewährleistet in Fátima auf beeindruckende Weise, dass jeder Gläubige die Möglichkeit zum Empfang der Kommunion hat.

2026-06 Fatima Kreuzweg13. Juni

Am Nachmittag bestand Gelegenheit, mit einer Bimmelbahn an den Stadtrand zu fahren und nahe des Geburtsortes der Seherkinder, Aljustrel, den idyllisch in einem Hain aus Olivenbäumen und Steineichen gelegenen Kreuzweg zu gehen. Pastor Lahr betete mit uns eine Kreuzwegandacht aus der Sicht Mariens, die die vorangegangenen Tage im Zeichen der Gottesmutter auf berührende Weise abrundete. Ein kurzer Spaziergang führte uns dann nach Aljustrel selbst, wo wir nach einer Erfrischungspause mit der letzten Bahn des Tages zurück zur Unterkunft fuhren.

Während unserer Zeit in Fátima  blieb neben den gemeinsamen Messen, Unternehmungen und Ausflügen auch genügend Zeit für persönliche Begegnungen und Gespräche. In einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre haben wir neue Kontakte geknüpft, bestehende vertieft und manche Freundschaft geschlossen, die hoffentlich über die Wallfahrt hinaus Bestand haben wird.

Unsere Wallfahrt nach Fátima wird uns als eine besondere Zeit der Gnade, des Gebets und der Gemeinschaft in lebendiger Erinnerung bleiben. An diesem besonderen Ort durften wir unseren Glauben neu vertiefen, Sorgen und Hoffnungen vor Gott tragen und uns von der Botschaft Mariens berühren lassen. Viele Eindrücke, stille Momente und bewegende Erfahrungen werden uns noch lange begleiten und in unseren Alltag hineinwirken.

Ein herzlicher Dank gilt unserem Pastor Lahr für seine geistliche Begleitung und die Organisation unserer Wallfahrt!

Pastoralbüro für den Pfarrverband

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