Herzliche Einladung zum Gedenktag „Maria Rosa Mystica“

07.06.26, 13:05
M. M.-T.
Einladung Maria Rose Mystica (c) Matthias Repp

Mitte Juli wird, so auch in Allner, der Gedenktag der Maria Rosa Mystica gefeiert. Wir laden alle Gläubigen ein, am 19.07. gemeinsam den Weg des Gebetes zu gehen und die Gottesmutter unter diesem besonderen Titel um ihre Fürsprache anzurufen. 

Die Verehrung und das Gedenken an Maria Rosa Mystica (geheimnisvolle Rose), das auf Marienerscheinungen in Montichiari und Fontanelle (Italien) im Jahr 1947 zurückgeht, wird insbesondere am 13. Juli gefeiert. 2024 hob der Vatikan die spirituelle Bedeutung hervor und erkannte den Ort offiziell als Wallfahrtsort an. Der Titel "Rosa Mystica" stammt aus der Lauretanischen Litanei und ist ein alter Ehrentitel für Maria, der ihre Reinheit und Schönheit symbolisiert.

Vatikan: Grünes Licht für Marienseherin aus Fontanelle

Chronologie der Madonnennische an der Schlossmauer

Die Geschichte der Madonnennische in der Bruchsteinmauer von Hennef-Allner reicht vom Spätmittelalter über den Barock bis hin zu heute, wo sie liebevoll vom Heimat- und Verschönerungsverein Allner e.V. gepflegt wird.

  • Im Jahr 1420 wurde die Anlage erstmals als Wasserburg im Besitz des Adeligen Arnold von Merkelsbach urkundlich erwähnt. Damals war das Areal durch einfache Wehranlagen geschützt.
  • Um 1650 baute Bertram Scheiffart von Merode die Anlage zu einem repräsentativen, vierstöckigen Schloss im Stil des mittleren 17. Jahrhunderts um. Um das Schlossgut gegen die tieferliegende Straße abzugrenzen, wurde eine kilometerlange, massive Bruchsteinmauer aus regionalem Gestein hochgezogen.
Mariengrotte Allner (c) Matthias Repp
  • Im 18. Jahrhundert fiel das Schloss durch Heirat an die Familie der Freiherren von Spies-Büllesheim. Die Schlossherrin Maria Charlotte Spies von Büllesheim war eine tiefgläubige Frau. Im Jahr 1756 stiftete sie die berühmten sieben Heiligenhäuschen am Stationsweg in der Region.
    Als Hommage und privaten Andachtspunkt für die Schlossbewohner und Bediensteten ließ sie zeitgleich eine kleine Andachtsnische direkt in das Mauerwerk der eigenen Schlossmauer einarbeiten. In diese Nische wurde eine Marienfigur (Maria Rosa Mystica) platziert, die im katholischen Rheinland traditionell als Schutzpatronin gegen Gefahren, Krankheiten und Kriege verehrt wurde.
  • Die Allner Schlossstraße war über Jahrhunderte ein Zubringerweg für Pilger, die aus dem Siegtal hinauf zur historischen Wallfahrtskirche nach Bödingen wanderten. Die kleine, schattige Mariengrotte – ein Ort zum Innehalten - bot Wanderern Schutz vor dem Wetter. Sie hielten dort an, entzündeten eine Kerze, bekreuzigten sich und beteten ein kurzes Bittgebet zur Gottesmutter, bevor sie den steilen Aufstieg in die Nutscheid-Berge wagten.
  • Nachdem das Schloss im 20. Jahrhundert zeitweise als Kinderheim genutzt wurde, verfiel das Gelände ab den 1980er Jahren zunehmend. Auch die Bruchsteinmauer und die integrierte Nische gerieten in Vergessenheit, setzten Moos an und die originale Madonna verschwand oder wurde beschädigt. Rettung kam durch das Denkmalschutzgesetz. Die Schlossmauer wurde als offizielles Baudenkmal unter der Nummer A 18b in die Denkmalliste der Stadt Hennef eingetragen. Damit wurde auch die Erhaltung der integrierten Madonnennische gesetzlich gesichert, um die sich der Heimat- und Verschönerungsverein Allner e.V.  nun liebevoll kümmert.

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