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Dafür wurde das traditionelle Kirmesfest erweitert und um die festliche Sonntagsmesse ergänzt, die musikalisch vom Kapellenverein Uthweiler gestaltet wurde.
Für diesen Anlass präsentierte sich die Kirche in festlichem Glanz. Eine liebevoll gestaltete Blumendekoration, angefertigt von Küster Jörg Pfeiffer in Zusammenarbeit mit der Blumenwerkstatt Erlenhof und unterstützt durch das Küsterteam aus Allner, verlieh dem Gotteshaus einen würdigen Rahmen.
Als bleibende Erinnerung an das Jubiläum wurde am Südportal ein Schild zum 125-jährigen Bestehen angebracht. Über dem Altar schmückt nun ein gelb-weißes Fahnenband den Kirchenraum, und vor dem Altar wurde ein neuer Teppich ausgelegt. Zudem konnte anlässlich des Kirchweihjubiläums das über 100 Jahre alte Michaelsgewand in Bayern fachgerecht restauriert werden.
In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Lahr daran, dass an diesem Tag gleich drei Anlässe zum Feiern zusammenkommen: die Kirchweih, die Kirmes und das Erntedankfest.
Der Name „Michael“ bedeutet übersetzt „Wer ist wie Gott?“. Auch das Wort „Kirche“ verweist darauf, dass wir „zum Herrn gehören“. Das Erntedankfest erinnert uns Jahr für Jahr daran, dass alles in unserem Leben letztlich ein Geschenk Gottes ist.
Dabei betonte Pfarrer Lahr, dass Kirche nicht zuerst ein Gebäude, sondern die lebendige Beziehung zwischen Christus und den Menschen sei. Christus ist der Eckstein, das Fundament der Kirche, der die Richtung vorgibt. Gott baut seine Kirche aus Menschen auf, die durch das Leben geformt werden und bereit sind, sich auf Veränderungen einzulassen. Sie sind die lebendigen Steine der Kirche.
Jeder einzelne Mensch ist wichtig. Fehlt ein Stein, bleibt eine Lücke. Ob sichtbar im Ehrenamt, im Gebet oder durch Unterstützung und Hilfe in der Nachbarschaft – jeder trägt zum Leben der Gemeinde bei. Kirchweih sei deshalb auch ein Anlass zur Gewissenserforschung: Sind wir noch lebendige Steine? Was kann jede und jeder Einzelne für Christus und seine Kirche tun?
Ein Gotteshaus kann alt sein und doch lebendig bleiben, wenn dort Glaube gelebt wird. In den vergangenen 125 Jahren haben Generationen von Menschen in St. Michael Feste der Freude, Zeiten des Leids und Momente der Dankbarkeit erlebt und gefeiert. Die Kirche habe Zukunft, dort wo Menschen als Christen leben und handeln. Gefeiert werde letztlich nicht nur die Weihe eines Gebäudes, sondern Christus selbst. Sichtbar werde darin die Zusage Gottes, bei den Menschen wohnen zu wollen. Auch hier in Westerhausen habe er sein Zelt aufgeschlagen.
Mit den Worten „Gott segne unsere Gemeinde und alle Menschen, die hier leben“ schloss Pfarrer Lahr seine Ansprache.
Nach Grußworten des Bürgervereins und des Kirchenvorstands zog die Festgemeinde gemeinsam mit den Siegburger Musikanten in einem festlichen Umzug zum Kirmesplatz, um dort Kirchweih und Kirmes gemeinsam weiterzufeiern.
Der Ortsausschuss unterstützte den JGV und die örtlichen Vereine dabei durch die Übernahme einzelner Schichten an den Buden sowie an der Kasse und trug so zum Gelingen des Festes bei. Am Stand der Messdienerschaft konnte man sich Süßigkeiten zusammenstellen und mit den Messdienerinnen und Messdienern über ihre Aktivitäten informieren.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die mit ihrem Engagement, ihrer Zeit und ihrer tatkräftigen Unterstützung zum Gelingen dieses besonderen Jubiläums beigetragen haben. Das Fest hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig unsere Gemeinde ist und wie viel erreicht werden kann, wenn Menschen generationenübergreifend gemeinsam anpacken und Glauben, Gemeinschaft und Tradition miteinander
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Donnerstag 09.00 - 11.00 Uhr und nach Vereinbarung
Telefonische Erreichbarkeit:
Dienstag - Freitag von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten können Sie uns Ihr Anliegen jederzeit per E-Mail zukommen lassen.