Kirche Herz Jesu Stoßdorf

Alte Stoßdorfer Kapelle nach 1902

 

 

 

Die Geschichte der Herz-Jesu Kirche

Krieg und Aufbau

Anfang 1945 beschädigte ein Fliegerangriff die „neue“ Kapelle schwer. Andere Quellen berichten von deutschem Artilleriefeuer, welches vom „Stoßdorfer Bösch“ in die Richtung alliierter Stellungen bei Kaldauen abgefeuert wurde.
Nach dem Krieg bauten tatkräftige Stoßdorfer Bürger die Kapelle wieder auf, sodass sie zum Patronatsfest 1950 im alten Glanz erstrahlte.
Infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs zogen viele neue Familien nach Stoßdorf. Die Kapelle erwies sich bald als zu klein. Pläne für eine Erweiterung auf die doppelte Größe lehnte das Erzbistum mit dem Hinweis ab, dass auch diese Erweiterung bald nicht mehr ausreichend sein werde.
Statt dessen schlug das Generalvikariat 1960 vor, auf einem neuen Grundstück eine deutlich größere Kapelle oder Kleinkirche zu bauen.

Neubau mit Hindernissen
Der damalige Pfarrer Pater Heinrich Schuh engagierte sich stark. Die Stoßdorfer Bürger wandelten nach 1945 den Kapellen- in einen Kirchbauverein e.V. um und sammelten eifrig Spenden.
Doch erst sieben Jahre später bewilligte das Erzbistum das Bauvorhaben. Allerdings verwarf es das erworbene Grundstück als ungeeignet, da es am Ortsrand lag.
Das einzige geeignete Grundstück befand sich im Besitz der Sünner KG. Die Verhandlungen des Kirchbauvereins
über den Grundstückserwerb zogen sich über ein Jahr hin.
Am 15. April 1970 begannen die Bauarbeiten. Bereits am 21. Juni legte Prälat Kowalski, nach einer festlichen Prozession von der alten Kapelle zur Baustelle der neuen Kirche, den Grundstein. Als Vertreter des Kölner Erzbischofs Josef Kardinal Höffner führte Prälat Josef Kowalski am 26. September 1971 auch die Einsegnung der heutigen Kirche durch.
Die Kosten für die schlüsselfertige Bauausführung in Höhe von
485 000 DM übernahm das Generalvikariat, die Innenausstattung einschließlich der Buntglasfenster wurde vom Kirchbauverein finanziert. Dazu sammelte er rund 70 000 DM an Spenden.

 

 

 

 

Text: Martina Proske

Quelle: Broschüre Kirchenbauverein